Die katholische Kirche will mit einem Paulus-Gedenkjahr an die Geburt des Völkerapostels vor 2.000 Jahren erinnern.
Dieses "besondere Jubiläumsjahr" solle vom 28. Juni 2008 bis zum 29. Juni 2009 dauern.
Der aus Tarsus stammende Theologe habe mit seinen im Neuen Testament überlieferten Lehren ein "Menschheitserbe" hinterlassen,
begründete der Papst seine Initiative. Für das Paulus-Jahr kündigte der Papst eine Reihe von liturgischen, kulturellen und ökumenischen Veranstaltungen an.
Dementsprechende Initiativen sollen nach dem Willen des Papstes weltweit stattfinden.
Aus diesem Anlass wird der Basilikachor St. Ulrich und Afra das Paulusjahr musikalisch begleiten.
Es werden nämlich zu den jeweiligen kirchlichen Festen die passenden Choräle und Chöre aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy
in der Basilika St. Ulrich und Afra erklingen.
Das Programm für das musikalische Paulusjahr können Sie
hier als PDF-Dokument downloaden.
Den großen Abschluss im „musikalischen Paulusjahr“ bildet die Gesamtaufführung des Oratoriums am Sonntag, den
28. Juni 2009,
um
18:00 Uhr in der Basilika mit Solisten, Chor und Orchester unter der Leitung von Peter Bader.
Mit dem Oratorium "Paulus" hat sich der Basilikachor des größten Chorwerkes von Felix Mendelssohn Bartholdy angenommen.
Das gewaltige Opus wird zugleich das Paulusjahr klangvoll beschließen. Außerdem fügt sich das Konzert in die Reihe der Augsburger Gesamtauffürung
aller Oratorien von Felix Mendelssohn Bartholdy in dessen 200. Geburtsjahr.
Dabei wurde das Oratorium Elias am 17. Mai 2009 vom Schwäbischen Oratorienchor in der Pfarrkirche Herz Jesu aufgeführt,
und das Oratorium Christus ist am 15. August 2009 um 19 Uhr mit der Philharmonie Junger Christen in Ev. St. Ulrich zu hören.
Das Paulus-Oratorium war zu Mendelssohns Lebzeiten wohl sein beliebtestes Werk, welches in ganz Europa zahlreiche Aufführungen erlebte.
Robert Schumann lobte sein unauslöschliches Colorit in der Instrumentation und sein meisterliches Spielen mit allen Formen der Setzkunst.
Er beschrieb es als Juwel der Gegenwart.
Im gesamten 19. Jahrhundert wurde das Opus 36 als "das größte Werk seiner Zeit" gefeiert, wie der Philosoph Ferdinand Gotthelf Hand es bezeichnete.
Der Basilikachor wird das Werk mit der Bayerischen Kammerphilharmonie und den Solisten Hannah Herfurtner (Sopran), Henrike Paede (Alt),
Klaus Donaubauer (Tenor) und Max Lika (Bass) unter der Leitung von Peter Bader aufführen.
Der Erlös dieses Konzertes kommt der Sanierung des Dachstuhles der Basilika St. Ulrich und Afra zu Gute.